„Was kostet eine App?“ ist die häufigste Frage in unseren Erstgesprächen – und die ehrliche Antwort ist: Das hängt davon ab, was die App tun soll. Trotzdem lässt sich der Rahmen eingrenzen. Hier sind die Zahlen, mit denen wir intern rechnen.
Die drei Preisklassen
| Kategorie | Beispiel | Aufwand | Budget |
|---|---|---|---|
| Einfach | Content-App, Katalog, einfache Buchung | 6–10 Wochen | 15.000–40.000 € |
| Mittel | Nutzerkonten, Zahlungen, Chat, Karten, Backend | 10–20 Wochen | 40.000–120.000 € |
| Komplex | Echtzeit, Hardware-Anbindung, KI, mehrere Rollen | 20+ Wochen | 120.000 € und mehr |
Was den Preis wirklich treibt
- Anzahl der Plattformen: iOS und Android nativ kostet fast doppelt, Cross-Platform etwa das 1,3-Fache einer Plattform.
- Backend: Sobald Daten zwischen Nutzern geteilt werden, brauchst du Server, API, Datenbank, Auth – das ist oft die Hälfte des Aufwands.
- Integrationen: Zahlungen, Karten, Login-Anbieter, ERP – jede Schnittstelle bringt eigene Regeln und Tests mit.
- Design-Tiefe: Ein Standard-Look ist günstig, Animationen und individuelle Komponenten kosten Zeit.
- Unbekannte: Ungeklärte Anforderungen sind der größte Kostentreiber. Jede Entscheidung, die erst in der Entwicklung fällt, kostet dreifach.
Die Kosten nach dem Launch
Rechne mit 15–25 % der Entwicklungskosten pro Jahr für Wartung, OS-Updates, Store-Anforderungen und kleine Verbesserungen. Dazu kommen Hosting (ab 50 € monatlich), Entwickler-Konten (Apple 99 $/Jahr, Google einmalig 25 $) und ggf. Drittdienste wie Karten, Push oder Analytics.
So planst du realistisch
- Starte mit einer Strategiephase (2–4 Wochen). Sie kostet einen Bruchteil und verhindert die teuren Fehler.
- Schneide ein MVP: drei Kernfunktionen, nicht dreißig. Alles Weitere entscheidet der Markt.
- Plane 20 % Puffer ein – nicht für Fehler der Agentur, sondern für das, was du unterwegs lernst.
- Vergleiche Angebote nicht nur am Preis, sondern an der Frage: Wer hat gefragt, warum du die App baust?